Frostgrave – Fantasywargames in the frozen city

Frostgrave - Regelbuch

Frostgrave – Fantasy Wargames in the frozen city

Hinter dem Namen Frostgrave versteckt sich ein 2015 erschienenes Tabletopspiel, welches sich seit erscheinen einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Doch was ist Frostgrave eigentlich? Und wer könnte mit diesem System Glücklich werden bzw. wer sollte besser die Finger davon lassen?

Im nachfolgenden Artikel werde ich versuchen, dir einen grundlegenden Überblick über die Spielmechanik zu verschaffen. Außerdem werde ich darauf eingehen, für wen meiner Meinung nach Frostgrave überhaupt geeignet ist und wer besser die Finger davon lassen sollte.

Was ist Frostgrave?

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Frostgrave um ein Fantasy-Tabletopspiel im gängigen 28mm Maßstab, welches von Osprey vermarktet wird (Den Vertrieb in Deutschland übernimmt MiniaturicuM).

Dabei versuchen Magier mithilfe von Kriegsbanden Schätze zu erbeuten. Da je Spieler nur 10-12 Miniaturen zum Einsatz kommen, fällt das Spielsystem unter die so genannten Skirmisher.

Worum geht es in Frostgrave?

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die versunkene Stadt Felstad, welche als Schauplatz des Spiels dient. Einst war Felstad eine blühende Metropole und der Mittelpunkt eines magischen Reiches. Doch eines Tages ging etwas schrecklich schief und ein Magier entfesselte ausversehen einen gigantischen Schneesturm, der die Stadt mitsamt deren Bewohner unter sich begrub. Über die Jahrhunderte wurde Felstad zum Mythos und schließlich zur Legende. Doch irgendwann ließ die Wirkung des missglückten Zaubers nach und es setzte Tauwetter ein, welches die Stadt nach und nach freisetzte.
Die Wiederentdeckung Felstads machte in der magischen Welt schnell die Runde und so zog es schon bald immer mehr Magier und Glücksritter in die Ruinen, stets auf der Suche nach magischen Schätzen und unendlichem Reichtum. Aufgrund der zahlreichen Todesfälle (vornehmlich durch umherstreifende Kreaturen oder rivalisierenden Banden) werden die Ruinen Frostgrave, zu deutsch eisiges Grab, genannt.

Was ist die Grundlegende Spielmechanik von Frostgrave?

Grundsätzlich kontrolliert der Spieler einen Magier und (meistens) einen dazugehörigen Lehrling sowie eine Kriegsbande. Diese setzt sich aus verschiedenen Kriegern mit unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen. Es gibt unter anderem Diebe, Schläger, Bogenschützen, und Ritter. Während der Magier und auch sein Lehrling von zentraler Bedeutung für das Spiel sind, handelt es sich bei den Kriegern eher um „Kanonenfutter“.

Bei einer Standartrunde umfasst eine Kriegsbande maximal 10 Figuren (Inklusive Magier und Lehrling). Jeder Magier gehört einer von 8 Magieschulen an und kann aus 80 Zaubersprüchen wählen, welche von offensiven Schadenszaubern, über das erwecken von Zombies bis hin zu eher experimentellen Zeitzaubern reicht. (Die Einzelnen Zauberschulen werden in einem späteren Artikel nochmal näher vorgestellt).
Gespielt wird in Phasen: Nachdem die Initiative ausgewürfelt wurde, aktiviert jeder Spieler abwechselnd erst seinen Magier (zusammen mit max. 3 weiteren Kriegern), danach seinen Lehrling (ebenfalls mit max. 3 weiteren Kriegern) und zum Schluss alle übrigen Krieger. Jede Spielfigur hat dabei in der Regel 2 Aktionen, wobei es sich bei einer der beiden um eine Bewegung handeln muss. Mit der anderen Aktion kann man z.B. schießen, kämpfen, zaubern, noch einmal bewegen oder einen Trank nehmen.

Ein Zentrales Spielelement ist dabei ein 20-seitiger Würfel (W20). Damit wird z.B. ermittelt ob ein Zauber gelingt oder wer den Nahkampf gewinnt. Generell ist das Spielsystem recht simpel gehalten, dementsprechend schlank fällt auch das Regelwerk aus. Trotzdem bietet das Spiel ausreichend taktische Möglichkeiten, auch wenn aufgrund des W20 auch eine ordentliche Portion Glück dazu gehört.
In den Regelwerken wird oft betont, dass viele Regeln optional sind und ggf. angepasst werden können. Der Spaß der Spielergruppe steht immer im Vordergrund!

Wie ist das Spielfeld aufgebaut?

Im Vergleich zu anderen Tabletopspielen wird bei Frostgrave sehr viel Gelände verwendet. Da es sich bei Felstad um die tiefgefrorenen Ruinen einer untergegangenen Metropole handelt, sehen die Spielfelder i.d.R. auch dementsprechend aus. Für eine normale 1 vs. 1 Partie Frostgrave ist ein 90×90 cm Spielfeld bereits völlig ausreichend.

Was ist das Ziel des Spiels?

In Frostgrave dreht sich alles um Schätze. Diese werden zu beginn der Partie, und noch vor Aufstellung der Kriegsbanden, auf dem Spielfeld platziert. Ziel des Spiels ist es, mit seiner Bande möglichst viele Schätze zu ergattern und vom Spielfeld zu tragen. Klingt eigentlich recht unspektakulär, macht aber einen riesen Spaß.

Gibt es eine Kampagne?

Ein weiterer Punkt, den viele Spieler an Frostgrave so schätzen, ist die Möglichkeit einer Kampagne. Hierbei sammeln die Zauberer Erfahrung, steigen Stufen auf und können ihre Fähigkeiten verbessern sowie ggf. neue Zaubersprüche lernen. Außerdem werden die gefundenen Schätze nach jedem Spiel ausgewürfelt (magische Ausrüstung und mächtige Artefakte inklusive). Die Bande kann sich ein Basislager suchen und einrichten, was der Bande ganz unterschiedliche Vorteile verschaffen kann.

Was brauche ich für den Einstieg?

Für den Einstieg in Frostgrave benötigt man:

  • Regelwerk
  • Magier
  • Lehrling
  • Ausreichend Miniaturen für die Krieger
  • Gelände
  • Schatzmarker
  • W20
  • Maßband, am besten in Zoll
  • Noch mehr Gelände

Welche Miniaturen benötigt man für Frostgrave?

Für Frostgrave gibt es von Northstar passende Figuren. Für jede Magierklasse gibt es die passenden Modelle, ebenso für die Spezialisten. Außerdem gibt es Boxen, aus denen man sich insgesamt 20 Krieger zusammenbauen kann. Mein Einstieg bestand aus einem Magier-Blister (Hexer + Lehrling) sowie einer Kriegerbox.
Natürlich kann man sich auch an Figuren von anderen Herstellern bedienen. Ich persönlich nutze im Moment neben den offiziellen Figuren vor allem Minis von Reaper und Otherworld.

Und was ist mit dem Gelände?

Das Thema Gelände kann durchaus die größte Herausforderung zum Einstieg sein. Allerdings hängt das auch immer vom eigenen Anspruch ab. Für die ersten Spiele kann man sicherlich vieles durch Joghurtbecher, Bücher und sonstigen geeigneten Alltagsgegenständen improvisieren. Aber sein wir mal ehrlich, wirklich schön aussehen tut das nicht. Deshalb bietet es sich an, Gelände zu kaufen (kann aber teuer werden) oder selber zu bauen. Zukünftig werden einige Artikel zum Thema Gelände erscheinen.

Für wen ist Frostgrave empfehlenswert?

Für jeden, der…

  • kleine Kriegsbanden großen Armeen vorzieht
  • ein Spiel mit relativ geringen Einstiegshürden sucht
  • auf der Suche nach einem Kampagnenspiel ist
  • etwas mit Magie anfangen kann
  • keine Angst vor dem W20 hat. Der kann einem schon mal einen ziemlichen Strich durch die Rechnung machen
  • schnelle und unkomplizierte Tabletopspiele mag

… und für wen eher nicht?

Für jeden, der…

  • ein hochkomplexes Tabletopspiel sucht
  • mit Magie gar nichts anfangen kann
  • auf der Suche nach einem Turniersystem ist
  • der Angst vor dem W20 hat, weil dieser zu „Glückslastig“ ist!

Du findest das, was du gerade gelesen hast interessant und möchtest mit Frostgrave beginnen? Dann schau doch mal in den ersten Teil meines Einsteigerleitfadens für Frostgrave!

Frostige Grüße aus Felstad

Chris

3 Kommentare

  1. Wem die Wertverteilung des 1W20 missfällt, kann ja 2W10 oder 3M20 (den mittleren aus 3W20) nehmen. Damit werden die Würfelergebnisse deutlich besser vorhersehbar und der Attributwert gewinnt an Bedeutung – und damit auch der Nutzen teurerer Figuren gegenüber den billigen.

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