Baubericht modulare Frostgraveplatte #1: Überlegungen

Sei gegrüßt, Reisender!

In den letzten Tagen befasste ich mich mit der Planung meines neuen Großprojekts: eine modulare Stadtplatte, welche vorrangig für Frostgrave zum Einsatz kommen soll.

Im heutigen Artikel werde ich meine bisherigen Gedanken und Überlegungen zu diesem Projekt festhalten.

Vorwort

Wahrscheinlich wird der Bau einige Monate in Anspruch nehmen. Grund genug also, den Baufortschritt hier zu dokumentieren. Zum einen, da sich vielleicht der ein oder andere inspirieren lässt. Gerade deshalb werden ich auch auf eventuelle Fehlschläge eingehen, damit nicht zweimal der gleicher Fehler begangen wird 😉

Zum anderen kommt es während eines solch großen Projektes hin und wieder zu einem Motivationstief und ein Baubericht stellt dann doch eine ganz besondere Art der Motivation dar. Zu diesem Projekt wurde ich (einmal mehr) von TWS inspiriert, genauer gesagt von der Videoreihe rund um die modulare Spielplatte von TTCombat. Neben dem Preis/Leistungsverhältnis gefällt mir an diesem Plattensystem vor allem der Rahmen unterhalb jedes einzelnen Plattensegments. Einerseits wird dadurch die Stabilität deutlich erhöht, andererseits kann man durch das Aussägen bestimmter Stellen auch Bereiche unterhalb der „Nulllinie“ gestalten. Daher war auch meine Entscheidung recht schnell gefallen: so eine Platte musste her!

Genereller Aufbau

Da die Platte vorrangig für Frostgrave verwendet werden soll, hatte ich von Anfang an einige konkrete Ansprüche an den Aufbau. Spielbarkeit und Optik sollen sich dabei möglichst die Waagschale halten. Außerdem soll die Platte die folgenden Eigenschaften erfüllen:

  • Das Gelände soll „dreidimensional“ sein (d.h. verschieden hohe Spielebenen)
  • Auf der Platte soll viel Gelände eingesetzt werden können. (umso mehr Gelände, umso besser)
  • der Flair von Felstad soll gut eingefangen werden
  • Es sollen möglichst viele Szenarien aus den Frostgrave-Büchern damit spielbar sein.

Dreidimensionales Gelände

Wer meinen Einsteigerleitfaden für Frostgrave gelesen hat, der weiß, für wie wichtig ich dreidimensionales Gelände in Frostgrave halte. Gerade wer einen Elementarmagier zum Gegner hat, wird über jeden Sichtlinienblocker dankbar sein. Aus diesem Grund soll die modulare Stadtplatte einige Erhörungen und Podeste fest integriert haben.

Mein aktueller Planungsstand sieht verschieden große Podeste mit einer Höhe von 6 cm vor. Das mag dem ein oder anderen vielleicht etwas hoch vorkommen, doch ist diese Höhe absichtlich so gewählt. Einerseits ist dies in etwa die Höhe eines Stockwerks, andererseits wird dadurch definitiv die Sichtlinie geblockt. Gerade ersteres hat neben spieltechnischen auch designtechnische Gründe, welche ich aber erst in meinem nächsten Artikel genauer ausführen werde.

Möglichst viel Gelände

Auf meiner Stadtplatte sollen möglichst viele Geländestücke in Form von Ruinen und Gebäuden unterkommen. Am besten Modular. Aus diesem Grund sollen viele freie Flächen vorhanden sein, die dann beliebig mit Geländestücken gefüllt werden können.

Die vorhin genannten Podeste sollen dabei ebenfalls eine Rolle spielen: Ich würde die Podeste unbebaut lassen, damit man auch auf diese zusätzliche Geländestücke stellen kann. Vorteilhaft wären möglichst einheitliche bzw. wiederkehrende Größen der freien Flächen (egal ob auf dem Boden stehend oder auf einem Podest). Dadurch wäre es mir möglich, die Geländestücke untereinander auszutauschen.

Der Flair von Felstad

Da mir auch die Optik und der Flair einer Spielplatte enorm wichtig ist, habe ich mir insbesondere zu diesem Unterpunkt ziemlich viele Gedanken gemacht. Ich denke, jeder hat seine eigene Vorstellung von Felstad. In meiner ist die eisige Stadt eine Mischung aus filigraner Architektur und monumentaler Bauwerke. Als architektonisches Vorbild schwirrt mir dabei Osgiliath im Kopf herum.

Als passende Stilmittel dachte ich beispielsweise an Rund- und Spitzbögen. Außerdem habe ich mir bei Greenstuff World Totenköpfe und Skelettplatten bestellt. Diese möchte ich dann auf der Platte verteilen um so ein wenig das Morbide einzufangen.

Irgendetwas mit LEDs wäre natürlich auch was feines. Durch den Rahmen unterhalb der Plattensegmente lassen sich dort gut Stromquelle und Schalter verstecken.

Des Weiteren plane ich, die Podeste durch (eingestürzte) Brücken zu verbinden. Das passt einerseits in mein Bild von Felstad, andererseits kommt es der bereits erwähnten Dreidimensionalität zu gute.

Ausblick

Doch was kommt nun als nächstes? Den Anfang wird wahrscheinlich das genaue Planen der einzelnen Platten sowie das ausprobieren verschiedener Designelementen machen. Im Klartext bedeutet dies für mich, Konzeptzeichnungen anzufertigen und dann fleißig zu experimentieren.

Ich hatte auch schon die Idee, wiederkehrende Designelemente (wie ein Mauersegment mit integriertem Rundbogen) abzuformen um das entsprechende Element mit Stewalin immer wieder nachgießen zu könne. Aber darüber berichte ich in meinem nächsten Beitrag.

Bis dahin könnt Ihr mir ja Eure Ideen und Vorstellungen von Felstad mitteilen. Über zusätzliche Inspiration bin ich immer dankbar 🙂

Frostige Grüße aus Felstad

Chris

3 Kommentare

  1. Hallo Chris. Bin gerade über deine Seite gestolpert – gefällt mir sehr gut. Bin ebenfalls gerade dabei, die TT Combat Platten in eine 3×3 Version von TWS zu verwandeln. Deine Idee mit den LEDs finde ich sehr gut – bin gespannt wie du es umsetzt! lg hape

  2. Hans Peter Deutsch

    19. November 2019 at 18:20

    Hallo! Gibt es schon Fortschritte? Bastel ebenfalls gerade an einer Platte mit TT Combat und finde deine Lichtidee klasse.

    • Chris

      20. November 2019 at 18:16

      Hi 🙂
      Leider nicht wirklich. Bei mir gehts gerade ziemlich turbolent zu und ich komme einfach nicht dazu… Aber ich hoffe, dass ändert sich auch mal wieder und ich kann Fortschritte präsentieren 😉

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