Sei gegrüßt Reisender!

Im gestrigen Match trafen die tapferen Zwerge auf die verschlagenen Goblins aus Moria. Aus Zeitgründen hatte ich eigentlich nicht vor, einen Battlereport zu schreiben. Aus diesem Grund gibt es verhältnismäßig wenig Bilder und auch der Report wird eher kurz gehalten sein.

Ein paar Infos vorab

Die Hälfte der Spielfläche wurde mit meinem Dungeon gefüllt. Die andere Hälfte stellte den Bereich vor dem Höhlensystem dar, weshalb ein Angriffsszenario als passend erschien. Die Kante zwischen „normalen“ Spielfeld und Dungeon war ingame quasi nicht vorhanden und die beiden Spielfeldabschnitte befanden sich somit ingame auf einer Ebene.

Als Missionsziele wählten wir die drei Eingänge zu den Höhlen. Wer nach Ablauf von 8 Runden mehr Eingänge kontrolliert, hat das Spiel gewonnen.

Die Armeen

Meine Zwerge setzten in diesem Spiel eindeutig auf Klasse: Balin, Gimli und ein berittener Gandalf als Helden wurden von 13 Khazadwachen, 3 Eisenwachen, 10 Zwergenkriegern und 2 Bannerträgern unterstützt.

Die Moria Armee meines Gegners wurden von Durbûrz, einem Schamanen sowie einem namenlosen Goblinhauptmann angeführt. Als Gefolge kamen aus den Tiefen Khazad Dums 2 Höhlentrolle, eine Moriatrommel inklusive Trommler, 31 Goblins, 8 Goblinplünderer, ein Fledermausschwarm sowie 7 wilde Warge gekrochen.

Damit standen 30 Zwerge (und ein Zauberer) 54 Dienern der Dunkelheit gegenüber. Klasse gegen Masse!

Die Würfel entschieden, dass die Zwerge die verteidigende Postion einnehmen sollten.

Das Spielfeld nach der Aufstellung. Die Streiter des Bösen positionierten sich in drei relativ gleichgroße Gruppen
Der gleiche Zeitpunkt aus einer anderen Perspektive. Die Zwerge bildeten ebenfalls drei Gruppen. Der Fokus lag aber eindeutig auf dem Eingang in der Mitte
Möge der Sturm beginnen!

Der Spielverlauf:

Nach der Aufstellung versuchten beide Parteien, möglichst schnell die Eingänge zu erreichen. Die Warge preschten zielstrebig nach vorne und konnten durch ihre hohe Bewegungsreichweite bereits in der zweiten Runde zwei der drei Eingänge besetzen.

Die Zwerge wollten zunächst ebenfalls alle drei Eingänge erreichen, überlegten es sich jedoch kurzehand anders und konzentierten sich einzig auf den mittleren Eingang.

Ab der vierten Runde folgte dann das große Hauen und Stechen. Gandalf und Balin stellten sich als sehr wirkungsvolles Team heraus: während Gandalf einen Lähmungszauber wirkte, versuchte Balin den Gegner im Nahkampf zu besiegen. Dadurch wurde innerhalb von zwei Runden einer der beiden Trolle vernichtet, bevor er überhaupt Schaden anrichten konnte.

Während der Kampf in der Mitte tobte, hatte das Böse bereits die anderen beiden Höhleneingänge besetzt. Gimli und seine Schar Eisen- und Khazadwachen wollten aber kein Risiko eingehen und verhielten sich passiv.

Der Höhleneingang ist komplett von Feinden besetzt. Gimli und seine Schar verhalten sich aber passiv und decken damit die Flanke

Die Nahkämpfe in der Mitte tobten weiter, und mein Versuch, einen zweiten Höhleneingang einzunehmen, wurde frühzeitig gestört und vereitelt. Die Zeit spielte eindeutig gegen mich, weshalb Gimli in der vorletzten Runde sich doch noch dazu entschloss, den Feind anzugreifen, frei nach seinem Motto „Den Tod als Gewissheit? Geringe Aussicht auf Erfolg? Worauf warten wir dann noch?“.

Ihm gelang es auch sogleich, den zweiten Höhlentroll innerhalb einer (!) Runde zu vernichten. Zwar musste er sein gesamtes Heldentum dafür aufbringen, aber wenn nicht für einen toten Troll, für was dann? Seine Kameraden folgten ihm und es entbrannte nun auch an dieser Flanke ein erbitterter Kampf. Die Streiter des Bösen konnten aber nicht vom Höhleneingang vertrieben werden.

Nach der achten Runde beendeten wir das Spiel in folgender Situation:

Zwei Höhleneingänge waren unangefochten in der Hand des Bösen, der dritte Höhleneingang war zwar umkämpft, aber die dunkle Seite war in Überzahl. Damit haben die Schergen aus Moria das Spiel mit 3:0 gewonnen. Nach Siegpunkten eine bittere Niederlage.

ABER, es hat sich nicht wie einer Niederlage angefühlt. Es war eins der atmosphärischsten und spaßigsten Spiele, die ich je gespielt habe. Deshalbe entschloss ich mich kurzehand doch noch, einen Spielbericht zu verfassen. Dieser wird dem Spiel zwar nicht einmal ansatzweise gerecht, schon gar nicht ohne viele Bilder und detailierte Infos, aber ich konnte einfach nicht wiederstehen, dieses Spiel doch irgendwie festzuhalten. 🙂

In diesem Sinne: Baruk Khazâd! Khazad ai-mênu!

Chris